Klompenball
 
Das Schuhwerk der meisten Leute, war nicht wie heutzutage aus Leder oder Plastik, sondern aus Holz.
Sogenannte Klompen.( Diese Bezeichnung stammt aus dem niederländischen, immerhin war unser Landstrich
Jahrhundertelang im Besitz der spanischen Niederlande bzw. in deren unmittelbarer Nachbarschaft)
Da aufgrund der wirtschaftlichen Lage in früheren Jahren, die Knechte und Mägde der einzelnen Höfe nicht an
jeder Veranstaltung teilnehmen konnten, wurde der Klompenball gefeiert.
Hier kamen dann alle die sonst arbeiten mussten zum Tanzen und Schwofen zusammen.
 
EIN SCHUH, DER JEDEM PASST
Holzschuhe gibt es in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise einen speziellen Schuh
für Frauen, den Vrouwluu.
Der Klomplaars ist ein wasserdichter Stiefel mit einem Fuß aus Holz, einem Aufsatz aus Leder und
einem Band aus Nägelköpfen.
Aber es gibt auch Zierschuhe, die fast wie Lederschuhe aussehen – für Frauen sogar mit eleganten
hohen Absätzen.
Besonders gefragt ist zurzeit der Country- und Westernstil – Line-Dancing mit Holzschuh.
Der „Klompenmaker“ kennt zahlreiche Geschichten über die unterschiedlichen Holzschuhe, so gibt
es den Sonntagsklomp, den Fischerklomp, den Hochzeitsklomp und sogar den Schmugglerklomp.
 
HANDWERKLICHE HOLZSCHUHHERSTELLUNG
Wie wird aus einem Holzklotz ein Holzschuh? Zunächst wird die grobe Form mit einem Spezialbeil aus
Pappel- oder Weidenholz geschnitten.
Mit zehn gezielten Beilschlägen wird dann aus dem Holzdreieck eine grobe Klompenform.
Die feinere Form wird mit einem großen Pfahlmesser geschnitzt. Absatz, Kappe und Schnauze, wo sich
die Öffnung befindet, werden ausgeschnitten.
Der schwierigste Teil ist das Ausbohren des Holzblocks in der Werkbank.
Anschließend werden der vordere Teil glatt geschnitzt, die Fersenspitzen geglättet, der Absatz ausgeformt
und die Leisten und Verzierungen angebracht.
Eine solche Darbietung dauert etwa eine Stunde.

 

Klompenbilder sind eine Leihgabe der Klompengruppe Dahlener Heide und des Offizierszug-Waidmannsheil aus Steinforth Rubbelrath